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Frühere Schneverdingerin wieder Europameisterin

Karlsdorf-Neuthard (DFBL/rkf) — Janine Mertsch aus Schneverdingen hat mit der deutschen Faustball-Nationalmannschaft erneut den Europameister-Titel gewonnen. In einem spannenden Finale stand sie als Angreiferin beim 3:2-Sieg im Finale gegen die Schweiz in der Verantwortung.

Haben gut Lachen: Nach dem Gewinn des EM-Titels freuen sich Annika Lohse (l., Deutschland, Ahlhorner SV) und Janine Mertsch (r., Deutschland, STV Schlieren). Foto: DFBL/Andreas Einbock

Haben gut Lachen: Nach dem Gewinn des EM-Titels freuen sich Annika Lohse (l., Deutschland, Ahlhorner SV) und Janine Mertsch (r., Deutschland, STV Schlieren). Foto: DFBL/Andreas Einbock

Nach der erfolgreichen Titelverteidigerin sagte Janine Mertsch: "Ich denke nicht, dass die Schweiz stärker gewoden ist, eher, dass wir dieses Mal nicht so gut ins Spiel gefunden haben." Als es im Finale in die entscheidende Phase ging, hätten sie die Deutschen zusammengerissen.

Janine Mertsch, die kürzlich mit dem STV Schlieren, die Schweizer Meisterschaft errungen hatte, stellte heraus, dass Deutschland im Angriff mehr Varianten hatte. Ihre eigene Leistung sah die Schlagfrau eher kritisch, lobte dafür Angabenschlägerin Cindy Nökel. "Auf Cindy konnten wir uns verlassen, vor allem als es darauf ankam. Die 21 Jahre alte Cindy Nökel bekam im Lauf der Partie immer mehr Spielanteile. Bei Janine Mertsch lief es nicht, als Deutschland den vierten Durchgang klar verlor.

Im Finale hatten die Deutschen den ersten Satz knapp für sich entschieden, im zweiten trotz starker Abwehrleistung das Nachsehen gehabt. Den dritten gewann Deutschland souverän, der vierte ging klar an die Schweizer. Nach 85 Minuten verwandelte die Mannschaft von Bundestrainerin Silke Eber aus Bayern den ersten Matchball, um mit 11:4 beziehungsweise mit 3:2 nach Sätzen zu siegen. Nach dem hart umkämpften Match bedankte sich die Trainerin bei der Mannschaft und erlaubte den Spielerinnen, den Erfolg in vollen Zügen zu genießen.

Schon im ersten Spiel gegen die Schweiz hatte Deutschland ein 3:2 erreicht. Gegen Österreich hatte die Mannschaft in vier Sätzen gewonnen. Janine Mertsch (früher TV Jahn Schneverdingen) kam im ersten Spiel nicht zum Einsatz, spielte aber gegen die Schweiz zwei Mal durch. Stattdessen saß Marie Therese Warnick vom deutschen Meister Ahlhorner SV auf der Bank. Ahlhorn stellte aber die deutsche Abwehrreihe: Aus dieser niedersächsischen Faustball-Hochburg kommen Zuspielerin Janna Meiners sowie die Abwehrstützen Annika Lohse und Alexa Pabst.

Faustball-EM in Karlsdorf

Finale Frauen: Deutschland – Schweiz 3:2
Deutschland: Janine Mertsch (STV Schlieren/Hauptangreiferin), Cindy Nökel (SG Bademeusel/Angabenschlägerin) – Janna Meiners (Ahlhorner SV/Zuspiel) – Annika Lohse (Ahlhorner SV/Abwehr rechts), Alexa Pabst (Ahlhorner SV/Abwehr links)
Schweiz: Irene Schönenberger (Schlagfrau), Sabine Pfister (Zweitangreiferin)- Madeleina Rüegge (Zuspiel) – Simone Estermann (Abwehr rechts), Nicole Münzing (Abwehr links)
Spielerwechsel: Bei der Schweiz im ersten Satz bei 8:5 Nadine Schneider für Madleina Rüegge
Schiedsrichterin: Heidelinde Hauser (Österreich)