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Deutsche Frauen im EM-Finale

Karlsdorf-Neuthard (DFBL/rkf) — Bei der Faustball-Europameisterschaft der Frauen hat Deutschland das Finale erreicht.Im badischen Karlsdorf entschied die Mannschaft von Bundestrainerin Silke Eber aus Kulmbach den Kampf um den Gruppensieg gegen die Schweiz knapp für sich. Bei trockenem und sonnigem Wetter siegten die deutschen Frauen vor gut 100 Zuschauern nach vier spannenden Sätzen mit 3:1.

Mit diesem Matchball macht Cindy Nökel (SG Bademeusel) den deutschen Sieg gegen die Schweiz perfekt. Foto: DFBL/Andreas Einbock

Mit diesem Matchball macht Cindy Nökel (SG Bademeusel) den deutschen Sieg gegen die Schweiz perfekt. Foto: DFBL/Andreas Einbock

Im zweiten Durchgang gelang es den Deutschen nach einem 0:7 und 1:9-Rückstand noch gleichzuziehen. Am Ende setzte sich aber doch die Schweiz durch. Im Vergleich zum 3:1-Erfolg der Deutschen gegen Österreich setzte Bundestrainerin Silke Eber aus Kulmbach im Angriff die beim Schweizer Meister STV Schlieren spielende Janine Mertsch ein. Zu Gunsten der früheren Spielerin von TV Jahn Schneverdingen musste Marie Therese Warnick vom deutschen Meister Ahlhorner SV auf die Bank. In der Abwehr kam Sarah Schenk von Bundesliga-Absteiger TV Stammheim zum Einsatz. Sie ersetzte Alexa Pabst (ebenfalls Ahlhorn) und zeigte eine starke Leistung. Auch der erste, der dritte und der vierte Satz brachten ein 11:9, jeweils für Deutschland. "Das ist schon super, wie sie sich immer wieder ins Spiel hineinkämpfen", sagte Bundestrainerin Silke Eber. "Das heißt natürlich auch, dass wir immer wieder Durchhänger haben. Da gibt es sicherlich noch Verbesserungspotenzial."

In ungewohnter Rolle: Angreiferin Janine Mertsch, die im Ligalltag beim schweizerischen STV Schlieren spielt, erfüllt auch ihre Abwehraufgaben. Foto: DFBL/Andreas Einbock

Als Deutschland nach über einer Stunde Spielzeit Matchball hatte, rief Eidgenosse Stephan Jundt seine Mannschaft bei einer Auszeit noch einmal zusammen. Eine riskanzte Angabe der eingewechselten Sabine Pfister hielt die Schweiz zunächst im Spiel, doch mit etwas Glück stupfte Cindy Nökel (SG Bademeusel) den Ball über die Leine, so dass auch der vierte Satz mit 11:9 endete und Deutschland auch sein zweites Spiel in vier Sätzen gewann.

Angriffe vorzubereiten war wie schon zuvor bei Deutschland gegen Österreich (3:1) teilweise nicht leicht. Der Wind machte den Spielerinnen zeitweise Probleme, ließ dann und wann aber auch merklich nach. "Der Wind spielt schon eine wichtige Rolle", sagte Silke Eber. Die Bundestrainerin stellte fest: "Im Zuspiel haben wir in der Tat Probleme gehabt, allerdings ist es da auch sehr schwierig, den Ball aus zehn Metern mit Vorwärtsdrall zur Leine zu spielen." Die Bundestrainerin stellte allen Spielerinnen ein positives Zeugnis aus. "Es sind alle sehr engagiert. Es gibt keine die man extra antreiben müsse." Als Spielführerin sei Janna Meiners auf dem Platz, ebenso aber in der Kabine in der deutschen Mannschaft sehr präsent.

Deutschland – Schweiz 3:1 (11:9, 9:11, 11:9, 11:9)

Deutschland: Janine Mertsch (STV Schlieren/Hauptangreiferin), Cindy Nökel (SG Bademeusel/Angabenschlägerin) – Janna Meiners (Ahlhorner SV/Zuspiel) – Annika Lohse (Ahlhorner SV/Abwehr rechts), Sarah Schenk(TV Stammheim/Abwehr links)
Schweiz: Irene Schönenberger (Schlagfrau), Michele Fedier (Zweitangreiferin)- Madeleina Rüegge (Zuspiel) – Simone Estermann (Abwehr rechts), Nicole Münzing (Abwehr links)
Spielerwechsel:
Bei 7:9 im zweiten Satz bei der Schweiz Sabine Pfister für Michele Fedier. Im dritten Monika Thalmann für Nicole Münzing.
Schiedsrichterin: Heidelinde Hauser (Österreich)